Top Thema Januar 2004
Markenbewusstsein- Top oder Flop ?
Marken- versus Preisorientierung:
Wie charakterisieren sich die Deutschen?
Das Markenbewusstsein ist in den letzten Jahren in der Gesellschaft deutlich zurückgegangen. Sowohl Frauen als auch Männer
glauben immer weniger an die Kraft der Marke. Markenartikel stehen immer mehr in Konkurrenz zu Handelsmarken, so genannten No-Name-Produkten.
„Geiz ist geil“ ist das neue Einkaufsmotto und häufig spielt der Preis die tragende Rolle bei der Einkaufsentscheidung der Konsumenten.
Für diesen Rückgang des Markenbewusstseins gibt es vielschichtige Gründe, unter anderem die Euro-Umstellung, die wirtschaftliche Lage
und die damit verbundene Stimmung in der Bevölkerung. Eine Folge dieser Entwicklung ist die steigende
Attraktivität von Discountern, die um die Gunst der Schnäppchenjäger kämpfen.
Doch spielt die Marke eines Artikels gar keine Rolle mehr? Oder spielt es bei einigen sehr wohl eine Rolle und bei anderen
weniger? Wer sind die Markenkäufer, wer sind die Schnäppchenjäger? Gibt es hier bestimmte
Käufertypen, die sich identifizieren lassen und was kennzeichnet diese ?
Auf diese und weitere Fragen soll in dieser Analyse eingegangen werden. Und soviel sei verraten: Markenartikler können
durchatmen. Markenbewusstsein ist auch „on top“. Vor allem bei den jungen Konsumenten besitzt die Marke noch ein starkes soziales Bewusstsein.
Sie strahlt etwas an Prestige, Image und Exklusivität aus. Allerdings zeigt sich hier eine Tendenz zum
Smartshopping, d.h. der Trend, dass junge Leute exklusive Markenartikel direkt beim Hersteller oder beim Großhändler kaufen. Also:
die Marke ist durchaus beliebt und verbirgt einen besonderen Reiz.
Und auch bei älteren Personen ist das Markenbewusstsein hoch. Bei ihnen hat vor allem das Vertrauen und die Sicherheit einer Marke eine starke Bedeutung.
Zentrale Fragestellungen
In der 3. Semiometrie-Welle 2003 wurden mehrere Items zur Marken- und Preisorientierung eingeschaltet, wodurch drei homogene Bevölkerungsgruppen
mit einer charakteristischen Grundhaltung identifiziert wurden.
Die zentralen Fragestellungen lauten:
- Wie bewerten die homogenen Bevölkerungsgruppen die jeweiligen Items zum Markenbewusstsein? Welche Einstellungen
differenzieren die einzelnen Käufertypen und wo sind Ähnlichkeiten in der Beurteilung zu erkennen?
- Wie gestaltet sich die soziodemografische Zusammensetzung der Typen und vor allem welche semiometrischen Werteprofile sind charakteristisch?
- Welche TV-Genres und Filmgattungen sind als Werbeumfelder geeignet, um die jeweiligen Zielgruppen kommunikativ zu erreichen? Gibt
es typische Einstellungen oder Freizeitinteressen?
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