SEMIOMETRIE - Top Thema Juni:
Strategische Zielgruppenabgrenzung: "Welcher Markenindikator für welche Marketingfragestellung?"

Die strategische Ausrichtung unternehmensspezifischer Marketingaktivitäten ist häufig vielfältig und weist in Abhängigkeit von der jeweiligen Marke, der Marktsituation und der spezifischen Wettbewerbsstruktur unterschiedliche Schwerpunkte auf. Während der Fokus in einem Markt auf der gezielten Erschließung bzw. Gewinnung neuer Kunden-Potentiale liegt, geht es in einem anderen (evtl. sehr wettbewerbsintensiven) Markt insbesondere um Kunden-Bindung bzw. deren Rückgewinnung. Zur kontinuierlichen Überprüfung der Strategie-Mixtur, sind daher regelmäßige differenzierte Situations-Analysen unabdingbar, die Aufschluss über die Struktur der aktuellen Markenverwender sowie der potentiell erreichbaren Neukunden innerhalb des relevanten Wettbewerbsumfeld geben.

In diesem Zusammenhang stellen sich z.B. die folgenden Fragen:

  • Wie ist die Struktur der derzeitigen Markenverwender? Welche grundlegenden Wertehaltungen sind für diese Gruppe charakterisierend?

  • Was unterscheidet Gelegenheitsverwender von Stammkunden? Wie können Kunden, die parallel auch die Angebote von Wettbewerbern nutzen stärker an die eigene Marke gebunden werden?

  • Werden die derzeitigen Markenverwender die eigene Marke auch in der Zukunft nutzen? Welcher Anteil der derzeitigen Nutzer ist gefährdet? Was charakterisiert diese Gruppe? Wie gestaltet sich ein effektives Rückgewinnungsmarketing?

  • Wie groß ist das Potential erreichbarer Neukunden? Welche Charakteristika weist diese Gruppe auf? Wie kann diese Gruppe im Rahmen der kommunikativen Ansprache optimal erreicht werden?

In unserem aktuellen Monatsthema beschäftigen wir uns diesmal mit Marketing-Implikationen, die wir auf Basis standardisierter Erhebungsindikatoren (dem sogenannten „Marken-Fünfklang“) aus der Semiometrie-Basisbefragung 2003 ableiten. Zwei konkrete Zielgruppenstrukturanalysen für die Marken Nike-Sportschuhe und Warsteiner zeigen denkbare Strategien für die Marketingansprache auf.

Bei den beiden beispielhaften Zielgruppenstrukturanalysen gehen wir folgenden konkreten Fragestellungen nach:

  1. Wie groß sind die Anteile derzeitiger und erreichbarer potentieller Neukunden für beide Marken in der Bevölkerung 14+ Jahre?

  2. Welche psychografischen Strukturen (Werteorientierungen) weisen derzeitige und potentielle Neukunden auf?

  3. Sind sich derzeitige und potentielle Neukunden eher ähnlich oder haben sie jeweils eigen-ständige Werteprofile?

  4. Sollte in der Marketingansprache eher auf derzeitige Kunden (=Haltemarketing) oder potentielle Neukunden (=Gewinnungsmarketing) fokussiert werden? Können beide Zielgruppen synergetisch angesprochen werden oder erscheint eine differenzierte Strategie mit einer unterschiedlichen kommunikativen Ansprache derzeitiger und potentieller Neukunden erfolgsversprechender?

Antworten auf diese interessanten Fragestellungen erhalten Sie in unserer Präsentation, die Sie sich hier herunterladen können. Für Fragen stehen wir natürlich wie immer gerne zur Verfügung.


Für Rückfragen stehen wir Ihnen als Ansprechpartner gerne zur Verfügung.

André Petras
Senior Research Consultant
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Erik Möller
Assistant Research Manager
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